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Willkommen beim NABU Walldorf-Sandhausen

Im Bereich der Nabu Ortsgruppe Walldorf-Sandhausen liegt nicht nur die SandhĂ€user DĂŒne mit ihrer artenreichen Flora und Fauna seltener DĂŒnenspezialisten. Wir haben mit den Walldorfer Wiesen auch Reste ehemaligen Feuchtwiesen, mit der Schwetzinger Hardt ein Waldschutzgebiet, und mit dem Hardtbach ein zwar kĂŒnstliches, aber sauberes GewĂ€sser, das in einem Teilbereich sogar FFH-Gebiet fĂŒr in Baden-WĂŒrttemberg sehr seltene Libellenarten ist.

 

GrĂŒne Flußjunger, DĂŒnen-SandlaufkĂ€fer oder Große Kreiselwespe sind echte RaritĂ€ten, die auch der Laie mit etwas Geduld zu Gesicht bekommen kann.

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Was passiert mit Wald und DĂŒnen?

Auch fĂŒr den NABU-Landesverband kam die Nachricht ĂŒberraschend: Der bisherige Landeschef Andre Baumann aus Schwetzingen wird StaatssekretĂ€r im Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg. 

Die fĂŒr den 5. Juni um 10 Uhr angekĂŒndigte FĂŒhrung „SanddĂŒnen rund
um Walldorf-Sandhausen“ ĂŒbernimmt daher Armin Jendrysik vom NABU Rhein-Neckar-Odenwald. Der Projektleiter des Artenschutzprojektes "Sandrasen" wird ĂŒber geplante Maßnahmen
zur Herstellung neuer SandrasenflĂ€chen im Hardtwald im Rahmen des geplanten Naturschutzgebiets "DĂŒne am BrĂŒhlweg" berichten. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Kreuzung L598 / K4156. Die FĂŒhrung dauert rund eine Stunde.


Weitere Informationen zu dem Projekt finden sich auf dieser Seite links in der Rubrik "DĂŒne am BrĂŒhlweg" und auf www.duene-sandhausen.de.

Das Foto entstand ĂŒbrigens vergangenen Sommer, als sich die Kretschmanns auf ihrer Sommertour auch ĂŒber die SandhĂ€user DĂŒnengebiete informierten.

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Kretschmanns informieren sich auf ihrer Sommertour 2015 im NSG Zugmantel-Bandholz ĂŒber die Besonderheiten des Hotspots der Artenvielfalt. Armin Jendrysik (2. von links) zeigt Foto mit Sand-Silberscharte  Foto: Sabine Hebbelmann

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Einfach selbstgemacht

Hier ein Link zu zwei leckeren Rezepten mit WildkrĂ€utern: Gierschpesto und GĂ€nseblĂŒmchenkapern:

Rezepte aus der Natur

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"Das gibt's gleich zum Abendbrot" - NABU Walldorf-Sandhausen Vorsitzende Karin Knitter-Lehmann mit einem BĂŒschel Giersch im NABU-Garten Walldorf  Foto: heb

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Das geht gar nicht!

 

WĂ€hrend der Beobachtungen zur „Stunde der Gartenvögel“ am Naturgarten konnten wir leider nicht nur Vögel beobachten.

Das Verhalten der Menschen auf dem Foto gefÀhrdet den Bruterfolg der Störche massiv.

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Der Wolf ist zurĂŒck in BaWĂŒ

Erster Nachweis eines lebenden Wolfes in Baden-WĂŒrttemberg

Enssle: Land muss Überleben der Wölfe als auch der SchĂ€fereien sichern

 

Stuttgart – Aus Sicht des NABU Baden-WĂŒrttemberg ist der aktuelle Nachweis des ersten lebendigen Wolfes im SĂŒdwesten seit 150 Jahren sowohl ein Grund zur Freude als auch eine Mahnung. „NatĂŒrlich freuen wir uns ĂŒber diese Entdeckung. Einmal mehr zeigt sich, dass die Wölfe nach und nach in ihre alte Heimat im SĂŒdwesten zurĂŒckkehren. Jetzt gilt es, diesen faszinierenden Tieren das Überleben zwischen Bodensee und Odenwald zu ermöglichen – und gleichzeitig die Interessen der Tierhalterinnen und Tierhalter zu wahren. In Baden-WĂŒrttemberg muss Platz sein fĂŒr beides: fĂŒr Weidetiere und fĂŒr Wölfe“, sagt NABU-Waldreferent Johannes Enssle.

 

FĂŒr Wölfe ist Baden-WĂŒrttemberg ein gefĂ€hrliches Pflaster: Bereits 2015 gab es hier zwei Nachweise von Wölfen. Beide waren ĂŒberfahren worden und hatten nicht ĂŒberlebt. „Diese UnfĂ€lle haben deutlich gemacht: Baden-WĂŒrttemberg muss endlich durchgĂ€ngig fĂŒr wandernde Tiere werden. Wölfe sind genauso wie Rehe, Wildschweine und Wildkatzen immer wieder Opfer des Straßenverkehrs. Die neue Landesregierung muss die Einrichtung von GrĂŒnbrĂŒcken dringend vorantreiben und diese tödlichen Wanderhindernisse entschĂ€rfen“, fordert Enssle.

 

Der NABU arbeitet weiter eng mit dem Landesschafzuchtverband zusammen, um zu erforschen, wie eine möglichst konfliktarme Koexistenz von SchĂ€ferei und Wölfen in Baden-WĂŒrttemberg gelingen kann.

 

Quelle: NABU Baden-WĂŒrttemberg

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NABU: Viel zu tun fĂŒr neue Landesregierung

RĂŒckgang der biologischen Vielfalt stoppen und naturvertrĂ€gliche Landwirtschaft stĂ€rken

 

Stuttgart – Im Natur- und Umweltschutz muss sich die neue Landesregierung in den kommenden fĂŒnf Jahren einer Reihe großer Herausforderungen stellen: „Es gilt eine Trendwende beim RĂŒckgang der biologischen Vielfalt einzuleiten und die naturvertrĂ€gliche Landwirtschaft zu stĂ€rken. Und das sind nur zwei Bereiche, in denen es viel zu tun gibt“, sagt NABU-LandesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Uwe Prietzel. „Nachhaltige Entwicklung und Bewahrung der Schöpfung als tragende SĂ€ulen des Koalitionsvertrags mĂŒssen das konkrete Handeln bestimmen.“

 

Angesichts der Vereinbarungen im Koalitionsvertrag sieht der NABU Grund zur Hoffnung, dass die Regierung alles daran setzen wird, eine Trendwende beim RĂŒckgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft zu erreichen und das Landeskonzept Wiedervernetzung kraftvoll umzusetzen. „Wanderkorridoren fĂŒr Wolf, Luchs und Co., aber auch Biotopverbundlinien kommt angesichts der Zerschneidung unserer Landschaft immer mehr Bedeutung zu“, sagt Prietzel. Gefordert ist die Regierung auch, die anstehende Forststrukturreform ökologisch und sozialvertrĂ€glich anzugehen und die Waldnaturschutzkonzeption konsequent in die Praxis umzusetzen. „Und nicht zuletzt gilt es, die Natura 2000-LebensrĂ€ume in einen gĂŒnstigen Erhaltungszustand zu ĂŒberfĂŒhren. Das Land ist in der Pflicht, BinnendĂŒnen, naturnahe Hochmoore oder Berg- und FlachlandmĂ€hwiesen in Baden-WĂŒrttemberg zu erhalten.“

 

Auf dem Weg zu einer naturvertrĂ€glicheren Landwirtschaft gelte es, bĂ€uerliche Familienbetriebe sowie deren Ausrichtung hin zu mehr biologischer Vielfalt zu stĂ€rken. „Zudem muss es zu einer nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft kommen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Regierung gefordert ein Pestizidreduktionsprogramm aufzulegen“, sagt Prietzel.

 

Quelle: NABU Baden-WĂŒrttemberg

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Mai-Treffen der NAJU-Kids im FrĂŒhlingswald

Heute haben wir den FrĂŒhlingswald rund um das Waldklassenzimmer Walldorf erkundet. Gleich zu Beginn umwehte uns der Duft des BĂ€rlauchs, der wie ein Teppich unter den BĂ€umen liegt. Auch einige andere FrĂŒhblĂŒher haben wir erkannt und uns angeschaut. An einer großen Wurzel konnten wir erkennen, wie ein Baum „trinkt“ und „isst“ und wir ĂŒberlegten uns, warum wir Menschen eigentlich den Wald brauchen. Angelockt von den vielen Vogelrufen im Wald gingen wir weiter Richtung See. Ein riesiger Ameisenhaufen lag am Wegrand. Beeindruckend konnten wir erkennen, wie stark Ameisen sind - ganze Raupen wurden von unseren Augen wegtransportiert! UnzĂ€hlige Ameisen waren fleißig bei der Arbeit. Am See war der FrĂŒhling ebenfalls zu spĂŒren, Frösche, Vögel und Enten waren laut zu hören und emsig beschĂ€ftigt mit Nestbau und Futtersuche. Auf dem weiteren Weg zum Klassenzimmer fanden wir viele alte Äste, die wir in der Werkstatt des Waldklassenzimmers zu Bilderrahmen verbauten. Das war nicht so einfach wie gedacht, doch ein paar haben wir hinbekommen und schon einige FrĂŒhblĂŒher und Wiesenblumen eingerahmt. Der FrĂŒhlingswald hat sich heute von seiner besten Seite gezeigt, auch wenn wir in der kurzen Zeit nur einen kleinen Teil sehen konnten. Wir kommen bestimmt noch einmal wieder! Mehr Fotos, Infos und weitere Termine gibt es hier unter der Rubrik NAJU und bei Katharina Minack unter 06227-398019.

 

 

Text und Fotos: Sabrina Ehnert

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Stunde der Gartenvögel im Naturgarten

Gemeinsames Vogel-ZĂ€hlen am 14. Mai um 10 Uhr im NABU-Garten

 

Die große NABU-Mitmachaktion „Stunde der Gartenvögel“ findet dieses Jahr am Pfingstwochenende statt: Vom 13. bis 15. Mai lĂ€dt der NABU Naturfreundinnen und -freunde ein, eine Stunde lang die Vögel im Garten, vor dem Balkon oder im Park zu beobachten, zu zĂ€hlen und fĂŒr die bundesweite Auswertung beim NABU zu melden. „Wir sind gespannt, ob wir dieses Jahr die guten Zahlen vom letzten Jahr toppen“, sagt NABU-Vogelexperte Stefan Bosch. 2015 hatten sich ĂŒber 2.500 Menschen in Baden-WĂŒrttemberg beteiligt und gut 82.000 Vögel gezĂ€hlt.

 

Zum gemeinsamen ZÀhlen lÀdt der NABU Walldorf-Sandhausen am 14. Mai um 10 Uhr in den Naturgarten Walldorf (bei der Storchenwiese in der NÀhe des Flugplatzes) ein.

Die Stunde der Gartenvögel gehört zu den wichtigsten so genannten Citizen Science-Aktionen in Deutschland. „Die Aktion verbindet das Angenehme mit dem NĂŒtzlichen: Wenn man sich mal darauf einlĂ€sst, eine Stunde lang die Vögel vor dem Fenster zu beobachten, macht das einfach Spaß. Und bei so mancher Familie wird der Ehrgeiz geweckt, wer die meisten Vögel erkennt“, berichtet Bosch. FĂŒr den Naturschutz liefern die Daten wichtige Informationen ĂŒber die Entwicklungen der heimischen Vogelwelt und Grundlagen, um zielgerichtet aktiv zu werden. „Zum Beispiel zeigen die Zahlen der letzten zehn Jahre, dass Mehlschwalbe und Mauersegler in der Langzeitbeobachtung zu den Verlierern gehören. Und fĂŒr sie kann man etwas tun: etwa indem man fĂŒr Nisthilfen sorgt oder sich fĂŒr weniger Insektizide in der Landwirtschaft stark macht“, sagt Bosch.

 

Weitere Informationen: www.stundedergartenvoegel.de

Hier gibt es eine ZÀhlhilfe, PortrÀts der hÀufigsten Vogelarten und viele praktische Tipps.

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NABU-Garten in Walldorf     Foto: Hebbelmann

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Kleiber im Garten in Sandhausen    Foto: Peter Weiser

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Nachwuchs bei den Walldorfer Störchen

(heb) Die Weißstörche auf der Walldorfer Storchenwiese haben wieder erfolgreich gebrĂŒtet. Die zwei Storchenkinder werden aufgrund der kalten Witterung von ihren Eltern abwechselnd unter die Fittiche genommen und warm gehalten. Die Vögel hudern, heißt es vogelkundlich korrekt. Das tun sie so lange bis es warm genug ist beziehungsweise bis die Jungen ihre Körpertemperatur selbst halten können.

Ob es wohl dieselben Störche wie im Vorjahr sind? Einer von ihnen ist beringt, der andere nicht.

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Schichtwechsel beim Versorgen und WĂ€rmen der Jungen - Foto: Peter Weiser

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Im NABU Garten "viel bewegt"

Sie haben die Ärmel hochgekrempelt und im wahrsten Sinne des Wortes Einiges bewegt: Konrad Richter, Reiner Klemm und Peter Schmitt vom NABU Walldorf-Sandhausen haben im NABU Garten in Walldorf einen Eidechsenlebensraum geschaffen. Dazu mussten zunĂ€chst ein Hochbeet entfernt und eine Grube - zwei mal zweieinhalb Meter und einen halben Meter tief – ausgehoben werden. Eine schweißtreibende Angelegenheit.

 

Mit Schubkarren und Schaufeln haben sie 4,5 Tonnen Erdaushub abgefahren, die Grube mit vier Tonnen Sand gefĂŒllt und eine Trockenmauer aus Natursteinen errichtet. Zweieinhalb Stunden waren die MĂ€nner im Nieselregen mit den Arbeiten beschĂ€ftigt.

 

Als Gartenbaumeister und Umweltberater der Stadt Eppelheim verfĂŒgt Peter Schmitt ĂŒber einen soliden fachlichen Hintergrund. Der 2. Vorsitzende des NABU Walldorf-Sandhausen ist vor eineinhalb Jahren zum „Garten-Team“ gestoßen und sorgt seitdem fĂŒr Licht und Artenreichtum im Naturgarten bei der Storchenwiese.

 

„Das war ein GartengrundstĂŒck, es gab so gut wie keine einheimischen Gehölze“, so Schmitt. Vergangenes Jahr hatte er mit anderen Aktiven EssigbĂ€ume und andere nichteinheimische Gehölze sowie Brombeeren und Brennnesseln entfernt, heimische StrĂ€ucher wie die Berberitze gepflanzt und Erhaltungs- und Pflegeschnitte an ausgewĂ€hlten Gehölzen durchgefĂŒhrt.

 

Am Teichufer hat der Gartenbaumeister mit Helfern Hartriegel ausgegraben und Gehölz und SĂ€mlinge entfernt. Sie hatten in den Teich eingewurzelt oder die Teichfolie weggedrĂŒckt. Neu gepflanzt hat er am Ufer Waldstauden wie Eisenhut. Ziel auch der noch folgenden Pflegemaßnahmen im Naturgarten soll es sein, alle nichteinheimischen Gehölze durch einheimische zu ersetzen und ein wertvolles Biotop zu schaffen.

 

Text und Fotos: Sabine Hebbelmann

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April-Treffen der NAJU-Kids auf dem Bio-Bauernhof

MilchkĂŒhe in Deutschland haben’s nicht leicht. Das von der Werbung publizierte Bild der glĂŒcklichen Kuh auf der Weide ist in der RealitĂ€t eine Seltenheit.  Durch einen bewussteren Milchkonsum und ein neues VerstĂ€ndnis fĂŒr die BedĂŒrfnisse von MilchkĂŒhen können wir ihr Leben verbessern und die Milchwirtschaft verĂ€ndern. Deshalb wollten wir uns einen Bio-Bauernhof mit Milchkuhhaltung anschauen - den Markushof in Nussloch-Maisbach. Hier wohnen die KĂŒhe in gerĂ€umigen LaufstĂ€llen mit Stroheinstreu und Auslauf und dĂŒrfen von FrĂŒhjahr bis Herbst auf die Weide. Bauer Daniel hat uns viel ĂŒber das Leben des Simmentaler Fleckviehs auf dem Markushof erzĂ€hlt. Wir durften die KĂŒhe fĂŒttern und hautnah miterleben, wie die Milch aus dem Euter in den Milchtank gelangt. Außerdem konnten wir eigene Butter herstellen und sie verkosten. Mehr Infos ĂŒber den Markushof und den Hofladen gibt es auf der Homepage www.markushof-naturkost.de Der Markushof unterstĂŒtzt die Kampagne „Kuh+Du“ der Welttierschutzgesellschaft, die sich fĂŒr bessere Lebensbedingungen von MilchkĂŒhen einsetzt: www.kuhplusdu.de. An dieser Stelle wollen wir Daniel und seiner Familie nochmals herzlich danken. Der Besuch auf dem Markushof war fĂŒr uns alle ein tolles Erlebnis! Mehr Fotos, Infos und weitere Termine gibt es auf der Homepage www.nabu-walldorf-sandhausen.de und bei Katharina Minack unter 06227-398019.

 

Text und Fotos: Katharina Minack

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NABU: Nachwuchs braucht RĂŒcksicht

Wege beachten / Hunde anleinen / Heckenschnitt verschieben

 

Stuttgart – FĂŒr viele Vögel hat die Brutzeit begonnen. Damit der tierische Nachwuchs nicht gefĂ€hrdet wird, fordert der NABU Naturfreundinnen und -freunde auf, Wege nicht zu verlassen, Hunde an die Leine zu nehmen und mit dem Heckenschnitt zu warten.

 

„Wenn wir querfeldein marschieren oder Hunde unkontrolliert durch Wald, Wiesen und AckerflĂ€chen springen, können auch viele bedrohte Arten wie Feldlerche, Rebhuhn oder WaldlaubsĂ€nger nicht erfolgreich brĂŒten“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann. „Eine Feldlerche erkennt nicht, ob eine SpaziergĂ€ngerin Böses im Schilde fĂŒhrt. Und sie sieht dem Hund nicht an, ob er friedlich seiner Wege geht. FĂŒr sie scheint angesichts dieser Eindringlinge in ihren Lebensraum das eigene Leben oder das des Nachwuchses auf dem Spiel zu stehen.“

 

Denn zahlreiche Vogelarten brĂŒten am Boden oder in BodennĂ€he. Viele dieser BodenbrĂŒter stehen auf der Roten Liste und sind stark gefĂ€hrdet. „Die Vögel bauen ihre Nester an Stellen, an denen man sie nicht unbedingt erwarten wĂŒrde: auf vegetationsarmen Waldlichtungen, AckerflĂ€chen und Wiesen, an WegrĂ€ndern oder auch unter GebĂŒsch in öffentlichen Parks“, berichtet Baumann. Verlassen Elternvögel fluchtartig ihr Gelege, kĂŒhlen die Eier rasch aus und sterben ab. Auch Jungvögel kĂŒhlen bei nasskaltem Wetter aus oder kollabieren bei Hitze. MĂŒssen die Altvögel sie mehrfach oder fĂŒr lĂ€ngere Zeit alleine lassen, verhungern sie oder werden fĂŒr natĂŒrliche Feinde zur leichten Beute.

 

„Ungewollt zum Vogelmörder kann man auch im Hausgarten werden“, sagt Baumann. Singvögel wie Amsel, Heckenbraunelle und Zaunkönig brĂŒten oft zwischen schĂŒtzenden Gehölz. Schneidet man in dieser Zeit Hecken oder StrĂ€ucher, können sie so sehr gestört werden, dass sie ihre Brut aufgeben. Deshalb ist es wichtig, mit dem Schnitt bis zum SpĂ€tsommer zu warten. „Auf jeden Fall sollte man die StrĂ€ucher grĂŒndlich nach belegten Nestern absuchen.“ Auch gesetzlich ist man beim Heckenschnitt verpflichtet darauf zu achten, Vögel wĂ€hrend der Brut- und Aufzuchtzeit nicht zu stören.

 

Der NABU-Landeschef bittet um mehr RĂŒcksichtnahme beim Spaziergang und im Garten. „Mitunter ist auch ein Hinweis an Mitmenschen sinnvoll. Es kommt immer wieder vor, dass jemand vom Wegegebot im Naturschutzgebiet gar nichts weiß. So mancher Hundehalter ist ĂŒberrascht, wenn man ihm erzĂ€hlt, warum sein frei laufender Hund fĂŒr BodenbrĂŒter gefĂ€hrlich werden kann. Und nicht jede HobbygĂ€rtnerin kennt sich automatisch mit den Brutzeiten der Singvögel aus.“

 

NABU Baden-WĂŒrttemberg

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BÀrlauch: Verwechslungsgefahr mit Herbstzeitlose und Maiglöckchen
NABU rĂ€t zum Sammeln mit Augenmaß

FĂŒr viele sind BĂ€rlauchpesto, Salat, Suppe oder einfach ein Butterbrot mit BĂ€rlauch aus der FrĂŒhjahrskĂŒche nicht mehr wegzudenken. Doch Vorsicht ist geboten, denn der auch als Waldknoblauch bekannte BĂ€rlauch wird immer wieder mit giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt.

BĂ€rlauch wĂ€chst an schattigen, feuchten Stellen im Wald, oft in Bach-NĂ€he. Im Waldschutzgebiet Hochholz sĂŒdlich von Walldorf bedecken die krĂ€ftig grĂŒnen BlĂ€tter weite FlĂ€chen. Im April und Mai schimmern die kleinen weißen BlĂŒten wie ein weißer Teppich durch die BĂ€ume. Schon Ende Juni beenden die 20 bis 50 Zentimeter hohen Pflanzen ihren jĂ€hrlichen Zyklus mit der Samenreife und dem Einziehen der BlĂ€tter.


Wo BĂ€rlauch sprießt, riecht es wĂŒrzig nach Knoblauch. Maiglöckchen und Herbstzeitlose unterscheiden sich vom BĂ€rlauch insbesondere dadurch, dass sie nicht diesen charakteristischen Knoblauchduft verströmen. Zudem sehen die BlĂ€tter anders aus.

Das Maiglöckchen kann an den gleichen Standorten wie der BĂ€rlauch wachsen, die Herbstzeitlose kommt normalerweise in Wiesen aber auch in WaldrandnĂ€he vor. „Nur wer die BĂ€rlauchpflanze im blĂŒtenlosen Zustand sicher erkennt, sollte sie sammeln“, ist deshalb der Rat des NABU. BestimmungsbĂŒcher mit Abbildungen der Pflanzen können helfen. Vor der weiteren Verarbeitung sollte man die BlĂ€tter grĂŒndlich waschen. Kommt es trotz aller Vorsicht nach dem Verzehr von BĂ€rlauch zu Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Durchfall, fĂŒhrt kein Weg am Arztbesuch vorbei.

Der NABU Walldorf-Sandhausen appelliert an WildkrĂ€uterfans, beim Sammeln von BĂ€rlauch und anderen Wildpflanzen auch auf den Schutz der Natur zu achten. Pro Pflanze sollte man nur ein Blatt möglichst weit unten am Stiel ernten und den Rest stehen lassen. „Sammeln Sie nicht in Naturschutzgebieten und nehmen Sie nur so viel mit, wie Sie auch essen möchten“, ist die eindringliche Bitte der Vorsitzenden Karin Knitter-Lehmann. Eine Alternative ist der BĂ€rlauch aus dem eigenen Garten oder von der Fensterbank. Setzlinge gibt es in vielen GĂ€rtnereien oder auf dem Wochenmarkt zu kaufen.

Der NABU Walldorf-Sandhausen freut sich ĂŒber BĂ€rlauch-Rezepte fĂŒr die Homepage www.nabu-walldorf-sandhausen.de. Bitte per Mail an sabine_hebbelmann(at)t-online.de.

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Touren im Hotspot der Artenvielfalt

Im Rahmen des Projekts „Lebensader Oberrhein“ hat der NABU abwechselungreiche Touren zusammengestellt. Die detaillierten Weg­beschrei­bungen im Internet sind angereichert mit viel Wissenswertem rund um die heimische Tier- und Pflanzenwelt sowie die Entstehungs­geschichte der unterschiedlichen LebensrĂ€ume. So lassen sich auch altbekannte Wege mit ganz neuem Blick erleben. Alle Touren stammen von echten  Kennern der Region.

Unter den insgesamt gut zwanzig Touren im gesamten Projektgebiet finden sich zwei Touren durch die Hardt bei Walldorf und Sandhausen:
Einen Rundweg durch die SĂŒdliche Schwetzunger Hardt beschreibt der Walldorfer Revierförster Gunter Glasbrenner. Die Hardt sei ein besonderes Waldgebiet, denn sie berge in ihrem Innern eindrucksvolle Zeugen der Landschaftsgeschichte unseres Raumes: das grĂ¶ĂŸte zusammenhĂ€ngende DĂŒnengebiet in Baden-WĂŒrttemberg mit ĂŒber 21 Meter hohen DĂŒnenzĂŒgen. Die 6 Kilometer lange Route ist fĂŒr AusflĂŒge zu Fuß (rund eineinhalb Stunden) oder mit dem Fahrrad gleichermaßen gut geeignet. Ein echter Ziehbrunnen mit der Möglichkeit Wasser zu schöpfen, eine WaldweideflĂ€che, auf der zeitweise Ziegen und Schafen weiden oder aber ein Wasserbiotop mit vielen interessanten Wassertieren machen den Rundweg insbesondere fĂŒr Kinder sehr attraktiv.
Dr. Kartin Fritzsch, Biologin und Projektleiterin "Lebenader Oberrhein", stellt einen 6,8 Kilometer langen Rundweg durch die Hardt zwischen Walldorf und Sandhausen vor. Ausgangspunkt ist der Spielplatz bei der Waldschule in Walldorf. Weitere Wegpunkte sind der Maulbeerbuckel, der Hardtbach mit der Lutherschen BrĂŒcke und die Naturschutzgebiete Zugmantel-Bandholz und Pferdstrieb. FĂŒr die außergewöhnliche Flora und Fauna der Sandrasenbiotope sollte man sich Zeit nehmen und auch mal etwas genauer hinschauen.
Eine Kurzbeschreibung aller Touren bietet die Seite Touren im Überblick.
http://www.lebensader-oberrhein.de/touren.html

 

 

Rast- und HeimstĂ€tte fĂŒr seltene Vögel

Die Walldorfer Storchenwiese hat sich zu einem interessanten Biotop entwickelt – der Storch ist lĂ€ngst nicht der einzige Star in diesem Feuchtgebiet. Zur Zugzeit - wie im Moment – kann man immer wieder Arten beobachten, die bei uns als Brutvögel inzwischen selten geworden sind: Kiebitze, Wiesen- und Bergpieper, oder Schwarzkehlchen. Es gibt aber auch dauerhafte Bewohner wie den Eisvogel oder die Wasserralle. Bei der letzteren handelt es sich um einen sehr scheuen Rallenvogel, der durch seine quiekende Stimme auffĂ€llt, sich aber sonst eher scheu gibt. Da feuchte LebensrĂ€ume mit Schilfbewuchs rar geworden sind, trifft man auch die einzelgĂ€ngerische Wasserralle nur noch selten an. An der Storchenwiese kann man sie im Winter regelmĂ€ĂŸig hören, mit etwas GlĂŒck bekommt man sie auch kurz zu Gesicht. In den 1990er Jahren zĂ€hlte man in Baden-WĂŒrttemberg deutlich weniger als hundert Brutpaare. `ë-<đ

Peter Weiser

 

Schwarzkehlchen (links) und Wasserralle   Fotos: Peter Weiser

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Sandhausen - 07.03.2016.

 

FĂŒr wertvolle LebensrĂ€ume Ersatz schaffen

 

NABU Walldorf-Sandhausen fordert eine AusgleichsflĂ€che fĂŒr den Bau des SAP-Rechenzentrums

 

Die SAP will fĂŒr den Ausbau ihres Cloud-GeschĂ€fts auf rund 9 000 Quadratmetern FlĂ€che ein Rechenzentrum bauen. Der Standort auf dem GelĂ€nde der Walzrute liegt zwischen dem Hasso-Plattner-Ring, einem Parkdeck und dem Hochholzer Wald.

Bei der jĂŒngsten Mitgliederversammlung des NABU Walldorf-Sandhausen berichtete die Vorsitzende Karin Knitter-Lehmann ĂŒber eine Stellungnahme, die der Ortsverband im Namen des NABU-LandesverbandesMitte Dezember abgegeben hat.
Wie Knitter-Lehmann darlegte, handle es sich um ökologisch wertvolle Sand-Magerrasen und Trockenrasen, entsprechend sei dieser Verlust zur Vermeidung genetischer Verarmung und im Zuge der Biotopvernetzung in rÀumlicher NÀhe zum Eingriff auszugleichen.

"Die Überbauung stellt einen Verlust von wichtigem Nahrungs- und Lebensraum fĂŒr Insekten, Eidechsen und Vögel dar", zitierte sie. Der NABU fordere, die FlurstĂŒcke sĂŒdlich des geplanten Standorts bis zum sĂŒdlich angrenzenden Waldrand als AusgleichsflĂ€chen zur VerfĂŒgung zu stellen.

Gerade in der dicht bebauten und landwirtschaftlich intensiv genutzten Rheinebene mĂŒsse darauf geachtet werden, die Summe der GrĂŒnlandflĂ€chen zu erhalten. "Einen Ausgleich durch Verrechnung mit dem in der Aufstellung befindlichen Ökokonto der Stadt Walldorf halten wir fĂŒr unrechtmĂ€ĂŸig. Um Eingriffe mit Hilfe des Ökokontos ausgleichen zu können, muss dieses bereits vorher ein genĂŒgend großes Guthaben in Form von GrĂŒnlandausgleichsflĂ€chen tragen", betonte Knitter-Lehmann und schickte mit Verweis auf das Gutachten hinterher: "Wir bemĂ€geln grundsĂ€tzlich, dass die Begehung des Untersuchungsgebietes in dem jahreszeitlich begrenzten Zeitraum von August bis Oktober 2015 fĂŒr die PotenzialabschĂ€tzung nicht ausreichend war."

Knitter-Lehmann informierte, dass der Gemeinderat am 13. Oktober grĂŒnes Licht fĂŒr das Planungsverfahren zum Rechenzentrum gegeben hatte. In der Dezembersitzung seien dann die Offenlage des Bebauungsplanentwurfs "Walzrute, 1. TeilĂ€nderung" und die Beteiligung der TrĂ€ger öffentlicher Belange beschlossen worden.

Sabine Hebbelmann
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Foto: LUBW

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FĂŒr Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafĂŒr begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln fĂŒr die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die ĂŒber eine große Vielfalt an LebensrĂ€umen und Arten, sowie ĂŒber gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfĂŒgt.

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NABU-Landesvertreterversammlung 2015

Neuer Landesvorstand gewÀhlt

Der neue NABU-Landesvorstand (Foto: NABU-LV Baden-WĂŒrttemberg)

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Die Delegierten der knapp 250 NABU-Gruppen in Baden-WĂŒrttemberg haben am Samstag (21.11.) Andre Baumann einstimmig fĂŒr weitere vier Jahre zum NABU-Landesvorsitzenden gewĂ€hlt. Weiterlesen...

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Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven fĂŒr eine lebenswerte Zukunft entwickeln.


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Hier geht's zu den SandhĂ€user DĂŒnen:

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NABU-Gezwitscher:

Naturschutzjugend

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Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene machen "action for nature"

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Film zum Projekt "Lebensader Oberrhein"

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Neues vom Wanderfalkenschutz:

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