Tipps von den Gartenexperten

Wenn es Herbst wird beginnt der Endspurt: Der Garten wird aufgeräumt, Gehölze beschnitten, der Rasen noch einmal auf Vordermann gebracht und dem fallenden Laub der Kampf angesagt. Doch wie so oft gilt auch hier: Weniger ist nicht selten mehr...

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Tag der offenen Gartenpforte

Die Besucher konnten vom Damm des Hardtbachs aus durchs Spektiv die Störche mit ihren Jungvögeln auf den Nisttürmen beobachten.

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Bewegungstag Walldorf 2018

Beim Bewegungstag  in und um die Astoriahalle wird die Naturschutzjugend des NABU Walldorf-Sandhausen nun zum dritten Mal mit einem mobilen Barfußpfad vertreten sein. Hier können unterschiedliche Naturmaterialien mit den Füßen ertastet und betreten werden. Ganz Mutige begehen den Pfad mit verbundenen Augen und werden dann selbstverständlich von einer Helferin geführt. Ein Bewegungs- und Naturerlebnis der besonderen Art! Wir freuen uns auf viele Besucher am 16. September von 14:30 Uhr bis 18 Uhr!



'Umsteuern' für mehr Nachhaltigkeit

 

Auf Einladung des NABU Walldorf-Sandhausen stellt der Tübinger Pfarrer Frithjof Rittberger am 10. Oktober um 19:30 Uhr in der Scheune Hillesheim, Johann-Jakob-Astor-Str. 1 in Walldorf seine Initiative für eine ökosoziale Reform der Mehrwertsteuer vor.

 

Fast alle sind dafür, dass Lebensmittel möglichst ohne Umweltbelastung angebaut werden, dass Kleidung fair gehandelt wird oder dass der Verkehr weniger C02 freisetzt. Dennoch ist der Anteil nachhaltigen Konsums auch nach vielen Jahrzehnten der Umweltbewegung eher gering. Appelle verpuffen, und diejenigen, die ökologisch bewusst einkaufen oder produzieren, haben oft das Gefühl, politisch benachteiligt zu werden. Wer mit seinen Produkten Boden, Wasser und Luft vergiftet oder Arbeitskräfte ausbeutet, hat einen Wettbewerbsvorteil durch niedrigere Preise und lädt die Umweltfolgekosten der Steuer zahlenden Allgemeinheit auf. Wer aber Umweltschäden vermeidet zahlt drauf.

 

Um das zu ändern setzt sich der Tübinger Pfarrer Frithjof Rittberger in einer Petition dafür ein, dass soziale Kosten und Umweltfolgekosten in die normale Preis­gestaltung mit einbezogen werden. Durch eine Reform der Mehrwertsteuer könnten zertifiziert nachhaltige beziehungsweise Fairtrade-Produkte und Dienst­leistungen geringer besteuert werden, umweltbelastende Vergleichsprodukte mit dem höheren, normalen Steuersatz. Rittberger, der fast nur Lebensmittel aus Öko-Landbau kauft und mit dem Fahrrad und Zug unterwegs ist, würde sich von einer solchen Reform zum Beispiel auch erhoffen, dass man in einer normalen Kantine oder am Pizzastand im Bahnhof die Chance hat, in Bio-Qualität zu essen – und dass man nicht für die Fahrt mit dem ICE hohe Steuern zahlen muss, sondern fürs Fliegen. So könnte eine ökologisch ermäßigte Steuer motivierend auf Angebot und Nachfrage wirken.

Rittberger freut sich, in der engagierten Fairtrade-Stadt Walldorf seine Initiative vorstellen zu können. Er gibt einen Einblick in seine bisherigen Erfahrungen mit Verbänden, Politik und Medien und hofft auf eine lebhafte Diskussion.

Pfarrer Frithjof Rittberger aus Tübingen setzt sich für eine faire und ökologische Reform der Mehrwertsteuer ein.  Foto: heb


Eine andere Agrarpolitik für Europa

Nutzungsintensivierung, Ausräumung der Landschaft, Massentierhaltung, Pestizideinsatz und Überdüngung – all dies hat zu einem massiven Verlust von Artenvielfalt, sowie zur Belastung von Wasser, Böden und Klima geführt. Eine wesentliche Verantwortung für diese Entwicklung trägt die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP).

 

Subventionen setzen falsche Anreize

Derzeit fließen fast 40 Prozent des EU-Haushaltes, jährlich rund 60 Milliarden Euro, in die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP). Doch diese Subventionen sind ineffizient und zu einem großen Teil umweltschädlich. Sie werden nämlich überwiegend nach dem „Gießkannenprinzip“ ausgezahlt, mittels pauschaler Flächenprämien ohne konkrete Gegenleistung. Dadurch macht es für die meisten Landwirte wirtschaftlich Sinn, möglichst viel zu produzieren. Die Intensivierung wird verstärkt durch niedrige Lebensmittelpreise und die Exportorientierung der Politik – Masse statt Klasse. Die Umwelt bleibt auf der Strecke. Naturverträglich zu arbeiten, lohnt sich dagegen nur für wenige Betriebe. Das muss sich dringend ändern, und dazu gibt es jetzt die Chance. Die Zukunft der GAP nach 2020 wird derzeit EU-weit diskutiert und verhandelt.

 

Fair, naturverträglich, gesund und global verantwortungsvoll

Über die globalen Nachhaltigkeitsziele haben sich Deutschland und die ganze EU zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bis 2030 verpflichtet. Dies bedeutet, dass die Landwirtschaft keine Schäden mehr an Artenvielfalt und Klima anrichten darf – und dass nachhaltig wirtschaftenden Betrieben eine Zukunft gegeben werden muss. Gleichzeitig muss in einen fairen Handel bei uns und weltweit, sowie in die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln investiert werden – und in die Minimierung der Lebensmittelverschwendung.

 

Die Politik ist am Zug

Um diese Vision umzusetzen, brauchen wir eine grundlegende Veränderung unseres Agrarsystems. Landwirte müssen in die Lage versetzt werden, gutes Essen naturverträglich zu produzieren – und dafür einen fairen Preis zu bekommen. Schon jetzt kann jeder einzelne von uns viele Schritte in diese Richtung tun – durch die Art wie wir uns ernähren und was wir einkaufen. Auch der Handel und die Landwirte selbst können viel ändern. Doch die eigentliche Wende kann nur durch die Politik erreicht werden – sie darf die Verantwortung weder auf Verbraucher noch Bäuerinnen und Bauern abwälzen. Denn diese stehen meist unter großen ökonomischen Zwängen.

 

Investieren in eine Agrar- und Ernährungswende bis 2030

Der NABU fordert deshalb gemeinsam mit seinen europäischen Partnerorganisationen die gegenwärtige Gemeinsame Agrarpolitik der EU ab 2021 vollständig zu ersetzen. An ihre Stelle muss eine neue Ernährungs- und Landnutzungspolitik treten, die eine nachhaltige, sich langfristig selbst tragende Lebensmittelproduktion aufbaut, die hohen Umwelt- und Tierschutzstandards genügt und faire Preise erzielt. Teil dieser Politik muss die ausreichende Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen von Landnutzern und anderen Akteuren sein.

Quelle: NABU Bund

NABU fordert Agrarwende - Foto: Hebbelmann


Willkommen beim NABU Walldorf Sandhausen

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

Im Bereich der Nabu Ortsgruppe Walldorf-Sandhausen liegt nicht nur die Sandhäuser Düne mit ihrer artenreichen Flora und Fauna seltener Dünenspezialisten. Wir haben mit den Walldorfer Wiesen auch Reste ehemaliger Feuchtwiesen, mit der Schwetzinger Hardt ein Waldschutzgebiet, und mit dem Hardtbach ein zwar künstliches, aber sauberes Gewässer, das in einem Teilbereich sogar FFH-Gebiet für in Baden-Württemberg sehr seltene Libellenarten ist.

 

Grüne Flußjunger, Dünen-Sandlaufkäfer oder Große Kreiselwespe sind echte Raritäten, die auch der Laie mit etwas Geduld zu Gesicht bekommen kann.



Ich habe ein verletztes Wildtier gefunden, was nun?

Da diese Frage nicht immer leicht zu beantworten ist, hat der NABU für den Fall der Fälle Informationen und Adressen zusammengestellt. Sie können unter folgender Internetadresse abgerufen werden:

http://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/artenschutz/01946.html


Pferdstriebdüne Sandhausen