Erste Mitmach-Termine für 2022

Auch 2022 bleiben wir aktiv und haben uns Manches vorgenommen. Die ersten Termine zum Mitmachen stehen schon fest und können im Kalender notiert werden.

 

Im NABU Garten steht der Frühjahrsputz an. Es gibt viel zu tun, daher freut sich unser Gartenteam über Unterstützung und sucht für einen Arbeitseinsatz am Samstag, 26. Februar, ab 10 Uhr freiwillige Helfer. Wir bitten um Beachtung der aktuell gültigen Corona-Regeln und um Anmeldung per Mail an info@nabu-walldorf-sandhausen.de.

Über diesen Kontakt können auch weitere Infos eingeholt werden.

 

Vor allem (aber nicht nur) für unsere zahlreichen Mitglieder wichtig:

Am 24. Juni um 19 Uhr findet die diesjährige Mitgliederversammlung im NABU - Garten statt - eine gute Gelegenheit zum Austausch!

 

Im September ist außerdem eine Exkursion zum Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt Hockenheim geplant. Der genaue Termin wird noch rechtzeitig veröffentlicht.


NEOBIOTA - Natur im Wandel

Kermesbeere, Waschbär, Riesenbärenklau, Tigermücke  – immer mehr neue Arten kommen in unsere Region. Manche sind eine Bereicherung, aber nicht alle erweisen sich als unproblematisch.

 

Am Naturkundemuseum Karlsruhe findet bis 11. September 2022 die spannende Landesausstellung Neobiota - Natur im Wandel statt.

 

Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen. Hier ein Beispiel:

 

Neue Pflanzen: Leben mit dem Wandel!
Dienstag, 15.3.2022, 18.30 Uhr
von Prof. Dr. Ingo Kowarik (Technische Universität Berlin)
Neophyten verändern unsere Landschaften. Um Risiken und Chancen abschätzen zu können, müssen wir die Ursachen dafür besser verstehen und traditionelle Naturschutzkonzepte überprüfen.


Hardtwald erstickt unter Kermesbeeren

 

Besuchern im Hardtwald fallen jetzt im Sommer Bereiche auf, in denen der komplette Waldboden mit der amerikanischen Kermesbeeren bewachsen ist. Das offenbart auch das Problem dieser extrem wuchernden Pflanze: Hier keimen keine jungen Bäume, die Selbstverjüngung des Waldes ist gestoppt und es gibt auch keine Krautschicht als Nahrung für die Waldtiere. Die amerikanische Kermesbeere ist giftig und dient deshalb nicht als Nahrung für z.B. Rehe.

 

Jeder kann etwas tun: Einfach bei den Kermesbeeren-Pflanzen am Wegrand die Beerenstände abschneiden, mitnehmen und im Restmüll entsorgen.

Wichtig ist es, die Beeren auf keinen Fall im Wald zu lassen und nicht im Garten oder Kompost zu entsorgen, weil die Kermesbeerensamen extrem gut keimfähig sind und sehr lange überdauern. Leider sind die Kermesbeeren giftig: kleine Kinder und Hunde dürfen sie auf keinen Fall essen, weil bei ihnen die Vergiftungserscheinungen besonders stark sind.


Am Samstag, den 14. August 2021 trafen sich viele Aktive der Aktionsgemeinschaft Hardtwald an der Vesperhütte in Hockenheim, um Ideen auszutauschen und Bilanz  der letzten Monate zu ziehen. Hardtwaldfreunde aus Sandhausen, Hockenheim, Oftersheim, Walldorf und Schwetzingen sind in der Initiative vereint.
Die Initiatoren Herr Schimass, Herr Frohn und Herr Wilkens berichteten, dass die Zusammenarbeit mit ForstBW sich erfreulich entwickelt. Man bemerkt deutlich den Rückgang der Kermesbeere in den von der Aktionsgemeinschaft bearbeiteten Gebieten.


Ideen über die erfolgreiche Vorgehensweise gegen die Kermesbeere wurden lebhaft ausgetauscht.

 

In den verschiedenen Wachstumsphasen sind unterschiedliche Bekämpfungsmaßnahmen nützlich: Im Frühjahr, wenn die Pflanzen noch klein sind, eignet sich ausgraben oder abhacken. Jetzt, wo die schwarzen Früchte der Kermesbeere heranreifen, sind weiter große Anstrengungen nötig. Nun steht die Entfernung der Früchte im Vordergrund. Die schwarzen Beeren werden sehr gerne von Vögeln gefressen, und werden so auch über den Hardt-Wald hinaus weit verbreitet. Wichtig wäre zu wissen, dass jeder noch so kleine Beitrag zur Eindämmung der Kermesbeere wichtig ist. Auch wenn man nur beim Spaziergang einige Pflanzen am Wegrand sieht, und bei Ihnen die Beerenstände ab schneidet und in den Restmüll wirft, dann sind das doch schon Samen, die nicht keimen werden.

 

Wenn man die Kermesbeerenpflanzen abschneidet, muss man dies mehrmals hintereinander tun, um die Pflanze entscheidend zu schwächen.

 

Die Pflanze selbst sollte in mehrere Stücke zerschlagen werden, damit sie schneller austrocknet. Mit etwas Übung und einem scharf geschliffenen kleinen Spaten lassen sich bei den Kermesbeeren auch das oberste Drittel der Wurzel mit den Wachstumsknospen entfernen und die Pflanze so am Wachstum hindern. Die Wurzelteile sollten so hingelegt werden, dass sie ohne Bodenkontakt vertrocknen. Jede entfernte Pflanze gibt den Jung-Bäumen im Wald mehr Nährstoffe, Luft und Wasser.

 

Die Aktionsgemeinschaft Hardtwald bearbeitet die von ForstBW zugewiesenen Flächen und dokumentiert den Fortschritt.

Bitte informieren Sie sich unter kermesbeere2021@freenet.de  und auf der Homepage der Aktionsgemeinschaft Hardtwald  http://kermesbeeren.de

 

Helfen Sie bei der Zurückdrängung der Kermesbeere mit, jede einzelne Pflanze weniger zählt! Vielen Dank!

 

C. Kienle